Blogumzug auf neue Domain // Fortsetzung der Informationen über die Wanderausstellung „Im Mittelpunkt der Mensch – 150 Jahre Rudolf Steiner“

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Wir sind im April 2011 mit allen Inhalten umgezogen.

> weiter zu den aktuellen Ausstellungsorten unserer
Rudolf Steiner Ausstellung aus Namibia

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Rudolf Steiner in Afrika

21.2.-16.3.2011: Im Mittelpunkt der Mensch – 150 Jahre Rudolf Steiner / A Focus of Mankind – 150 years Rudolf Steiner
16.3.2011:
19.15 Uhr, Finissage mit Filmvorführung „Zwischen Himmel und Erde – Anthroposophie heute“ und Gesprächen (Goethe Centre Windhoek)
> Download 150 years Rudolf Steiner Namibia Poster (PDF)

Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, Künstler, Wissenschaftler, Visionär – wurde vor 150 Jahren geboren (26.2.1861). Glücklicherweise fand das Goethe Zentrum in Windhoek diesen Geburtstag Anlass genug, mich und Hans-Peter Seeger von der Waldorfschule anzusprechen. Ob wir uns vorstellen können, einen Filmabend mit einem Vortrag zu ergänzen … Das Ergebnis: Eine  Ausstellung mit 15 Postern (englisch/deutsch) zum Leben und zu den Wirkungsbereichen Rudolf Steiners. Soweit es möglich ist mit Namibia-Bezug. Meine Aufgabe war es, die Ausstellung innerhalb von einer Woche visuell zu zaubern und für die Inhalte alle Fäden in den Händen zu halten. Nach zwei intensiven Tagen mit Experten der jeweiligen Gebiete, begann ich mit der Tag- und Nachtarbeit (ganz wie Rudolf Steiner es pflegte …). Der Vernissage, die von rund 100 Gästen besucht wurde, folgt am 16. März die Finissage mit Film „Zwischen Himmel und Erde“ und Gesprächen.

Erst seit meinem Namibia-Umzug beschäftige ich mich intensiver mit dem Thema Waldorfschule/Waldorfpädagogik. Durch die Zusammenarbeit mit und für die Schule ist mein inneres Bild, was eine anthroposophische Schulbildung meint, wesentlich größer und reicher geworden. Ich bin sehr froh, dass meine beiden Kinder dieses ganzheitliche Prinzip des Lernens hier erleben dürfen. Auch Rudolf Steiners Ideen dürfen immer wieder erweitert und ergänzt werden. So wird zur Zeit in Berlin an einem Konzept einer internationalen Waldorfschule gebastelt. Ein Beispiel von vielen (siehe Poster „Anthroposophical Movements Worldwide“). An den Grundlagen kann jedoch schwer gerüttelt werden: Als Lehrer Kinder zu „begleiten“ und nicht zu erziehen, sie individuell zu betrachten und zu fördern, die Rhythmen der Natur und in die Abläufe des Schulalltages mit einzubeziehen und diesen als lebendigen Organismus zu sehen und zu verstehen – eine hohe Kunst. PS: An dieser Kunst üben täglich die Waldorflehrer weltweit. Jeder Lehrer ist dabei in Individuum und jedem wird es anders gelingen.

Bilder der Ausstellungseröffnung am 21.2.2011:
> www.flickr.com/photos/goldboerse

15 Ausstellungsposter zum downloaden (9,5 MB):
> 150 years Rudolf Steiner (Poster)



Die Kuh im Mittelpunkt – biodynamische Landwirtschaft ist ein wichtiges Thema für Namibia. Praktiziert wird dies auf der Farm Krumhuk und in der Ausbildung, soweit lokal möglich, im ATCK (Agri Culture Training Center Krumhuk)
. Wer Lust auf einen biodynamischen Ausflug nach Namibia hat – die Krumhukfarm bietet sehr schöne Ferienhäuser (aus Lehm gebaut) an und liegt nur 30km südlich der Hauptstadt Windhoek.

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Nahrungsquelle Kameldornbaum (Camelthorntree)

Ich ziehe grad einen kleinen Kameldornbaum auf. Wenn er groß genug ist, kommt er auf den Hof von Moria Grace in Katutura. Der Samen lag nass genug bei uns im Hof, so dass sich ganz ohne Erde ein junger Trieb entfalteten konnte. Der Kameldornbaum ist die am meisten verbreitete Baumart in der Savanne und im Buschland des südlichen Afrika. Er steht unter Naturschutz, ist endemisch und beliebt als Schattenspender und Nahrungsquelle. Von seinen Früchten ernähren sich viele Tiere. Mit den mondförmigen Früchten, auch Mondhörnchen gekannt, wird musiziert (Rhythm is it!), gebastelt und dekoriert. Deutschstämmige Namibier können nicht ohne Weinachtsbaumschmuck leben und verwandeln mit silberner Farbe die Hörnchen zu glitzerndem Baumbehang :–)

Zum internationalen Jahr der Wälder 2011 > Schutzgemeinschaft Wald http://www.sdw.de/

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Mit Goals Connect bei Moria Grace

Goals Connect, Sylvester Logo Goraseb, Moria Grace Kinder, Katharina Wyss

Es ist schön zu sehen, was Netzwerker gemeinsam auf die Beine stellen können. Chris, Stefan und das restliche Team des jungen Vereins GOALS CONNECT fuhren quer durch Afrika bis nach Namibia, ursprünglich, um das Straßenkinderprojekt in Gobabis zu besuchen, ihr Auto zu spenden und um das Projekt näher kennenzulernen. Doch es entwickelte sich anders.

In einer Nacht- und Nebelaktion verließ Gabi, die ehrenamtliche Leiterin des Straßenkinderprojektes in Gobabis, das Land und hat nun keinen Einfluss mehr auf den Ablauf vor Ort und vorallendingen, ob und wie die Geldspenden den Kindern tatsächlich zu Gute kommen. Wir lernten uns im August bei einer Theateraufführung „ihrer“ Kinder kennen, anschließend lud ich sie ein zum Moria Grace Benefizkonzert. Seitdem sind wir in regelmäßigem Kontakt, nicht zuletzt auch durch Gustav (9 J.), der mit einer schweren Meningitis im schlecht ausgestattesten State-Hospital in Windhoek gelandet ist und den ich für Gabi ausfindig machen konnte. Gustav ist inzwischen halbseitig gelähmt. Was ich im Hospital erlebt habe, ist eine andere Geschichte …

Chris von GOALS CONNECT schickte im Herbst die erste E-Mail. Wir verabredeten uns für den Januar, um ihnen vor Ort das Moria Grace Projekt vorzustellen und sie vorallendingen mit den Kindern gemeinsam Fußball spielen können. Die Monate vergingen, das Team reiste quer durch Afrika, ich landete wieder frisch und mit neuer Energie aus Deutschland – dann waren sie auch schon da.

Shareen vom Moria Grace Trust, eine engagierte namibische Netzwerkerin, die offensichtlich jeden kennt, brachte zum Fußballkindertraining gleich „Lolo“ mit. Sylvester „Lolo“ Goraseb mit, ehemaliger Nationalspieler Namibias und ein außerordentlich gut vernetzter Aktivist für alles was mit nachhaltigem und internationalem Fußball, Namibia und Bildung zu tun hat. Nebenbei arbeitet er im Büro des Premierministers und war offensichtlich froh, seinen Bürostuhl heute mit dem Sandplatz eintauschen zu können.

Mehr erfahrt Ihr im nachfolgenden Artikel, den ich für die namibische Allgemeine Zeitung schrieb (online-Link zur Zeitung siehe unten). Hier der Original-Text:

Fußball verbindet Kontinente
„CONNECT e.V. aus Deutschland besuchten am vergangenen Donnerstag das Projekt Moria Grace Shelter in Katutura. Sie schenkten den Kindern ein professionelles Kinderfußballtraining. In Gruppen aufgeteilt, mit farbigen Tüchern, grünen und gelben Teamhemden ausgestattet, flitzten die Mädchen und Jungen flitzten begeistert über den Sand. Als Ehrengast kam der ehemalige namibische Nationalspieler Sylvester „Lolo“ Goraseb dazu.

Vor vier Monaten sind das Team von GOALS CONNECT, Chris Häßner, Stefan Melzer, Sebastian Süß, Florian Schöps, Martin Strobel und Afrikanistik-Studentin Lisa Täger, in Leipzig zu ihrer ersten gemeinsamen Reise von Deutschland quer durch Afrika gestartet. Frühere Reisen in Länder mit einer hohen Armutsrate motivierten sie, aktiv zu werden. So besuchten sie in jedem afrikanischen Land Sozialprojekte für Kinder und nahmen über das Medium Fußball Kontakt mit ihnen und den Projektverantwortlichen auf. Sie erhielten einen hautnahen Einblick in die Arbeit vor Ort, um ausgewählte Projekte später aus Deutschland konkret unterstützen zu können. Ihre Reise führte sich durch 18 Länder: Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Türkei, Syrien, Jordanien, Ägypten, Sudan, Äthiopien, Kenia, Tansania, Malawi, Sambia, Botswana, Namibia und Südafrika.

Das Goethe-Zentrum war die letzte Station des GOALS CONNECT-Teams in Namibia. Mit Sabine Aquilini, Leiterin des Goethe-Zentrums, tauschten sie sich intensiv über die bildungs- und gesellschaftspolitische Situation in Namibia aus. Jetzt fliegen sie über Südafrika zurück nach Europa, spenden ihr Geländeauto dem Moria Grace Trust Windhoek und werden als als Erstes ihre Erfahrungen in einem Vortrag an Studenten der Universität Leipzig weitergeben.

Mehr über die Reise und den Verein GOALS CONNECT lesen Sie auf: www.goals-connect.de.“ [Foto: Noris]

> Fotos auf Flickr
> Artikel Allgemeine Zeitung, veröffentlicht am 1.2.2011

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Naturschauspiel Etosha-Nationalpark

Allen ein wunderschönes neues Jahr! Da ich seit meiner Ankunft vorwiegend von Projekten mit Menschen berichtet habe und damit die traumhafte Natur Namibias etwas kurz kam > Heute: Elefanten im Etosha-Nationalpark. Flora und Fauna zeigen einen bedeutenden Teil des Reichtums dieses zu 80% aus Buschland und Wüste bestehenden Landes. Im November besuchten wir zum dritten Mal den nördlich gelegenen Etosha-Nationalpark. Auch wenn die Giraffe mein auserwähltes Lieblingstier ist und wir viele Herden beobachten konnten – ein kraftvoller und majestetischer Elefant ist unübertroffen in seiner Ausstrahlung. Und – eine unvorhergesehene Panne im mobilfunklosen Gebiet wurde dank rascher Hilfe eines englischen Touristenpaares keine Katastrophe. Denn hier heißt es: Bitte im Auto bleiben!

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Berlin: Vorbereitung Fair Camp + Come Together

Zurück in Berlin, um die nächste Netzwerkveranstaltung am 8. Januar 2011 vorzubereiten. Angeregt von Christoph Harrachs GREEN CAMP, organisiere ich aktuell den ersten FAIR CAMP, der am Nachmittag der Neujahrsparty „Come Together“ stattfinden wird. Referenten aus dem Pankow Guide Gesundheits-Portal und der Berliner Nachhaltigkeits-Szene können hier in offenen Vorträgen ihr Wissen teilen. Dass Dorian Cantzen von LokalFairKauf zu mir im Sommer Kontakt aufgenommen hat ist ein Glücksfall – inzwischen haben wir unsere Berlin-Projekte eng vernetzt und kooperieren auf mehreren Ebenen. Schön, wenn die Visionen und Werte in die gleiche Richtung zeigen. Ich empfehle allen Freiberuflern oder Unternehmern sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um den Ethik-Kodex von LokalFairKauf zu lesen. Es regt an, über die eigene Wirtschaftlichkeit (Zeitmanagement/Wertschöpfung), den Einsatz für Sozialprojekte und über den Umgang mit Lieferanten und Dienstleistern nachzudenken.

Über den aktuellen Stand des Kinderkunstprojekt „Wohn(T)räume“, inklusive Links zur Bildergalerie, ist zu lesen auf: www.kinderwohntraeume.info

> Einladung Pankow Guide Gesundheit.de
> Einladung Goldboerse.net

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Spooky Reading Night und malen für die Wohn(t)räume


Der schönste Moment am Abend: in kleine Lesegruppen wurde es so richtig gemütlich. Hier mit Anouk, Ivan und Max aus der Waldorf Schule.

50 Kinder belagerten mit Matratzen und Kostümen erstmalig das Goethe Zentrum in Windhoek. Die von uns Erwachsenen zusammengestellte Literaturliste, für deutsch- und englischsprachige Kinder, war in einigen Momenten nicht „spooky“ genug – wir improvisierten und alles wurde gut. Schlaf fanden wir auch noch zwischen 23 und 6 Uhr morgens, dann ging es lebhaft weiter. Erst etwas Tai Chi Gymnastik, dann für rund 18 Kinder in der Waldorfschule mit unserer Malwerkstsatt.

Den Tag darauf (30.10.) geht es dann gleich weiter mit der nächsten Malwerkstatt für unser Lieblings-Projekt „KINDERWOHN(T)RÄUME“ – auch hier wird es eine schöne Kooperation mit dem Goethe-Zentrum geben. > weiter zu den Malwerkstattbildern. Alles gute Aussichten. Die Waldorf Schule ist so nett, uns die Räume dafür zur Verfügung zu stellen. Cosima sitzt dann zur gleichen Zeit auf den EXPERIMENT DAYS in Berlin mit vielen Kindern und malt auch – verbunden sind wir mit Ton und Bild per Skype, dann können die jungen Künstler auf beiden Kontinenten sich gleich HALLO sagen und über den ein oder andern Wohntraum sprechen. :–) Die Ausstellung zum Projekt ist für 2011 geplant (Berlin/Windhoek). Meine nächste Arbeit wird dann die Konzeption für die Projektwebseite für die „Kinderwohn(T)räume“ werden – ich darf selbst wieder zum Kind werden – und träumend spielen. Fundraising und Sponsorensuche sind die nächsten wichtigen Kapitel im Pojekt. Das Goethe Zentrum Windhoek hat uns alle Unterstützung und die Bereitstellung ihrer Ausstellungsräume bereits fest zugesagt. Herzlichen Dank Sabine Aquilini.

> Experimentdays 2010 + Malwerkstatt „Wohn(T)räume“ in Berlin
> Malwerkstatt „Wohn(T)räume“ in Windhoek

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